Rausch und Raffinement



Beschreibung
Was passiert, wenn sich klassische Virtuosität mit leidenschaftlicher Musikkreativität verbindet? Wenn eine international ausgebildete Oboistin und ein musikalisches Multitalent gemeinsam neue Klangwelten erkunden? So entstand Mélange à Deux.
Gegründet wurde das Ensemble 2017 von der österreichischen Oboistin und Blockflötistin Ulrike Albeseder und dem Multiinstrumentalisten, Akkordeonisten und Sänger Uwe Hanewald. Aus dem ursprünglichen Duo entwickelte sich mit Wolfgang Mayé am Kontrabass und Wolfgang Disch an Schlagzeug und Percussion ein Quartett, das seinem Namen alle Ehre macht: eine einzigartige Mélange verschiedenster musikalischer Einflüsse.
Die besondere Instrumentierung mit Oboe, Blockflöte, Akkordeon, Kontrabass und Schlagzeug schafft eine unverwechselbare Klangfarbe. Mélange à Deux & Amis verbindet französisches Flair mit künstlerischer Leidenschaft und entwickelt daraus eine stilistisch offene Musik zwischen Acoustic Fusion Jazz, Filmmusik, Tango und Chanson. Virtuos, ausdrucksstark und voller Atmosphäre entsteht eine musikalische Reise voller Farben, Emotionen und Geschichten.
Die Programme führen von den malerischen Straßen von Paris über die leidenschaftlichen Tangos von Astor Piazzolla bis hin zu überraschenden Neuinterpretationen aus Jazz, Pop und Rock. Arrangements u. a. von Sting, Richard Galliano, Marc Berthoumieux oder musikalische Streifzüge zu Ian Anderson werden ebenso Teil des Programms wie eigene Kompositionen. Bekannte Titel wie „Skyfall“ oder „Nothing Else Matters“ erscheinen durch die außergewöhnliche Instrumentierung in völlig neuem Licht und entwickeln einen ganz eigenen Klangcharakter.
Kreativer Kopf des Ensembles ist Uwe Hanewald, der seit seiner Kindheit Musik macht und als Komponist und Arrangeur die musikalischen Ideen des Ensembles in seinem Studio entwickelt. An seiner Seite steht Ulrike Albeseder, deren klassische Ausbildung an den Musikhochschulen Wien und München sich in technischer Brillanz und ausdrucksstarker Bühnenpräsenz widerspiegelt. Sie konzertierte weltweit – von Japan bis Mexiko – und stand unter anderem mit den Wiener Philharmonikern und den Wiener Symphonikern auf der Bühne. Bei den Bregenzer Festspielen arbeitete sie mit renommierten Dirigenten wie Mariss Jansons, Marcello Viotti und Franz Welser-Möst zusammen.
Ergänzt wird das Ensemble durch Wolfgang Mayé am Kontrabass, dessen musikalischer Weg vom Landesjugendjazzorchester Schleswig-Holstein bis zum Weltmusikpreis „Querbeet“ mit der Gruppe Fisfüz führte, sowie durch den Jazzschlagzeuger Wolfgang Disch. Mit seinem sensiblen Rhythmusspiel verleiht er der Musik des Ensembles ihren unverwechselbaren Groove. Als Live- und Studiomusiker war er bei zahlreichen internationalen Festivals zu hören, darunter enjoy jazz, das Slany Jazz Festival (CZ) oder das Festival Jazz Amarinois (F), und wirkte an Produktionen des Theaters im Pfalzbau, des Capitol Mannheim und der Städtischen Bühne Heidelberg mit.
Mit ihrer Basis in der Pfalz erobert Mélange à Deux & Amis seit einigen Jahren zunehmend die Bühnen Deutschlands und Europas. Konzerte in Frankreich, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden zeigen die wachsende Beliebtheit des Ensembles. Unter Kennern längst kein Geheimtipp mehr, begeistert die Formation ihr Publikum mit Virtuosität, Spielfreude und stilistischer Vielfalt.
„Rausch und Raffinement“ ist der Titel des Programms. Es verbindet schillernde Klangbilder, tänzerische Rhythmen und cineastische Anklänge. Zwischen Jazz, Tango und Chanson entsteht ein musikalisches Panorama voller Eleganz, Energie und feiner Melancholie.
Die besondere Instrumentierung, kreative Arrangements und die spürbare Spielfreude der Musiker machen jeden Auftritt zu einem intensiven Konzerterlebnis. Mélange à Deux & Amis – mehr als nur Musik: eine Reise durch Kulturen, Stile und Emotionen.
Biographien der Künstler:
Ulrike Albeseder – Oboe, Blockflöte
Die österreichische Oboistin und Blockflötistin Ulrike Albeseder studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Klaus Lienbacher und Prof. Hans Maria Kneihs sowie an der Musikhochschule München bei Prof. Günther Passin, wo sie jeweils mit Auszeichnung abschloss. Für ihre herausragenden Leistungen wurde sie mit dem Würdigungspreis der Universität Wien geehrt und beim renommierten Wettbewerb Gradus ad Parnassum mit dem Sonderpreis der Wiener Philharmoniker ausgezeichnet.
Ihre solistische und kammermusikalische Tätigkeit führte sie zu Auftritten auf internationalen Bühnen in Europa, Asien und Amerika. Besondere Höhepunkte waren Solokonzerte im Wiener Musikverein, wo sie das Publikum mit ihrem farbenreichen Oboenspiel begeisterte. Ihre stilistische Vielseitigkeit spiegelt sich auch in genreübergreifenden Projekten wider – etwa im Wiener Jazzclub Porgy & Bess, wo sie mit dem Ensemble Velvet Elevator die Grenzen zwischen Klassik und Jazz auslotete.
Als Mitbegründerin und prägende Musikerin des Ensembles Mélange à Deux & Amis verbindet Ulrike Albeseder Klassik, Jazz, Chanson, Folk, Film- und Weltmusik in einzigartigen Klangfarben. Mit Oboe und Blockflöte erweitert sie das Ausdrucksspektrum dieser Instrumente weit über deren traditionelle Rollen hinaus und überzeugt durch ihre Fähigkeit, emotionale Tiefe und improvisatorische Freiheit miteinander zu verbinden.
Ihr künstlerisches Profil zeichnet sich durch Virtuosität, klangliche Feinheit und eine außergewöhnliche stilistische Offenheit aus. Damit gelingt es ihr, sowohl in klassischen Konzertsälen als auch in experimentellen und genreübergreifenden Kontexten ein breites Publikum zu begeistern.
Uwe Hanewald – Akkordeon, Gesang
Uwe Hanewald ist Akkordeonist, Sänger und vielseitiger Musiker, der mit großer Offenheit zwischen verschiedenen Stilen und Klangwelten agiert. Sein musikalischer Weg begann mit dem klassischen Akkordeon, wo er die technischen Grundlagen und die Ausdrucksmöglichkeiten des Instruments erlernte. Schon früh entwickelte er dabei ein Gespür für die Balance zwischen Virtuosität und Klangpoesie.
Die Neugier auf andere Spielformen führte ihn bald über die klassische Tradition hinaus: Als Barpianist schärfte er sein Gefühl für Atmosphäre, Spontaneität und unmittelbaren Kontakt zum Publikum. Später sammelte er als Keyboarder in einem großen Pink-Floyd-Projekt Erfahrungen in der Rockmusik und in der Gestaltung monumentaler Klangwelten. Prägend war auch ein Meisterkurs bei Klaus Paier, der Hanewalds musikalischen Horizont in Richtung Jazz und Improvisation erweiterte und seine stilistische Vielseitigkeit nachhaltig vertiefte.
Heute bringt Hanewald diese Erfahrungen in seine künstlerische Arbeit als Akkordeonist, Sänger und Arrangeur ein. Im Ensemble Mélange à Deux & Amis verbindet er Eigenkompositionen mit Werken aus Jazz, Chanson, Folk, Film- und Weltmusik. Sein Akkordeon ist dabei harmonisches Fundament, rhythmischer Motor und klangfarbenreiches Soloinstrument zugleich. Mit seinem Gesang verleiht er den Konzerten zudem eine zusätzliche emotionale Dimension.
Charakteristisch für sein Spiel ist die stilistische Offenheit: Klassische Präzision, jazzige Improvisationsfreude, lyrische Momente und mitreißende Energie fließen selbstverständlich ineinander. Hanewald versteht es, Brücken zu schlagen – zwischen Genres, Traditionen und Kulturen ebenso wie zwischen Musiker:innen und Publikum.
Sein Schaffen lebt vom Dialog und der Freude am gemeinsamen Musizieren – neugierig, ausdrucksstark und stets auf der Suche nach neuen Klangwelten.
Wolfgang Mayé - Kontrabass
Wolfgang Mayé ist Kontrabassist mit einer besonderen Leidenschaft für die tiefen Töne und die Vielfalt musikalischer Ausdrucksformen. Sein Weg begann mit einer achtjährigen klassischen Celloausbildung, ehe er den Kontrabass für sich entdeckte – ein Instrument, das ihm durch seine Klangtiefe, Vielseitigkeit und Nähe zur Improvisation neue Horizonte eröffnete. Früh sammelte er prägende Erfahrungen: Als Mitglied des Landesjugendjazzorchesters Schleswig-Holstein entwickelte er seine Begeisterung für Jazz und Ensemble-Spiel. Mit der Weltmusik-Gruppe FISFÜZ gewann er 1998 den Weltmusikpreis „Querbeet“ (ausgeschrieben vom heutigen SWR). Workshops mit renommierten Musikern wie Peter Herbert, Peer Mathisen, Jamaladeen Tacuma, Marc Abrams und John Saß, ebenso wie Unterricht bei Johannes Schädlich und Michael Schneider, erweiterten seine musikalische Bandbreite und prägten seine Handschrift als Bassist.
Seit Anfang 2019 ist er festes Mitglied von Mélange à Deux & Ami, wo er die Musik mit seinem warmen Ton, rhythmischer Klarheit und feiner Gestaltungskraft entscheidend prägt. Wolfgang Mayé bewegt sich mühelos zwischen Jazz, Klassik, Weltmusik und improvisierter Musik. Sein Spiel vereint Erdung und Beweglichkeit: mal als tragendes Fundament, mal mit virtuoser Linienführung oder farbigen Akzenten.
Bei aller Professionalität bleibt er dabei stets neugierig, offen und nahbar – Eigenschaften, die ihn nicht nur zu einem gefragten Musiker, sondern auch zu einem geschätzten Partner auf und neben der Bühne machen.
Wolfgang Disch – Schlagzeug, Percussion
Wolfgang Disch ist Schlagzeuger und Perkussionist mit einem weiten musikalischen Horizont von Jazz über Pop bis hin zu genreübergreifenden Projekten. Er studierte Jazzschlagzeug an der Staatlichen Hochschule für Musik Mannheim bei Prof. Keith Copeland und Prof. Michael Küttner und ist seit seiner Studienzeit als Live- und Studiomusiker aktiv.
In seiner Laufbahn arbeitete er mit zahlreichen Künstlern wie Ludwig Nuss, Ingolf Burkhardt, Steffen Weber und Kosho (Söhne Mannheims) zusammen. Daneben ist er festes Mitglied der Bands „Cordclub“ und „Bartok Kombinat“. Als Sideman gastierte er bei Festivals im In- und Ausland, darunter enjoy jazz, das Slany Jazz Festival (CZ) und das Festival Jazz Amarinois (F). Zudem wirkte er bei Produktionen des Theaters im Pfalzbau Ludwigshafen, des Capitol Mannheim und der Städtischen Bühne Heidelberg mit.
Seit 2025 gehört er zum Ensemble Mélange à Deux & Amis, wo er mit Schlagzeug und Percussion den Klang der Gruppe um neue rhythmische und farbliche Dimensionen erweitert. Disch versteht es, Groove, Klangfarben und feine Nuancen miteinander zu verbinden und so die Musik sowohl zu erden als auch zu beleben.
Sein Spiel ist geprägt von technischer Souveränität, rhythmischer Präzision und einem sensiblen Gespür für musikalische Atmosphären. Dabei bewegt er sich mühelos zwischen akzentuierter Begleitung und eigenständiger Gestaltung – immer im Dienst des musikalischen Dialogs.
Programm
Besetzung
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2026 - Eröffnungskonzert: Original Prague Syncopated Orchestra
Das diesjährige Eröffnungskonzert steht ganz im Stile und Zeichen des Festivalmottos. Seit 1974 hat sich das Original Prague Syncopated Orchestra (O.P.S.O.) der authentischen und historisch fundierten Interpretation des amerikanischen Jazz, Blues und der Tanzmusik der 1920er und frühen 1930er Jahre verschrieben. Das Ensemble gilt als eines der stilistisch überzeugendsten seiner Art und begeistert mit einem Klang, der den Geist der „Goldenen Zwanziger“ lebendig werden lässt. Die musikalischen Wurzeln dieser Epoche liegen in New Orleans und im frühen Dixieland-Jazz. Über Schellackplatten, Grammophone und erste Radiosendungen verbreitete sich die neue, rhythmisch elektrisierende Musik weltweit. Tänze wie Charleston, Black Bottom oder Foxtrott standen für Aufbruch, Freiheit und Lebensfreude nach dem Ersten Weltkrieg. Viele bis heute bekannte Jazzstandards entstanden in dieser kurzen, intensiven Zeit. Das O.P.S.O. rekonstruiert historische Aufnahmen mit großer Sorgfalt und belebt originale Spielweisen neu. Die charakteristische Besetzung mit Piano, Banjo, Sousaphon, Percussion sowie Saxophon, Trompete und Posaune – teils mit historischen Schalltrichtern – sorgt für einen unverwechselbaren Originalklang, geprägt von rhythmischer Präzision und besonderen Klangfarben. Gegründet von Pavel Klikar, der das Orchester über Jahrzehnte als Bandleader, Trompeter, Pianist und Arrangeur prägte, entwickelte sich das Ensemble rasch zu einer festen Größe der europäischen Jazzszene. Mehr als 2.500 Konzerte sowie Auftritte bei renommierten Festivals und in Radio und Fernsehen belegen seinen internationalen Erfolg. Auch über 50 Jahre nach der Gründung begeistert das O.P.S.O. sein Publikum mit mitreißender Energie und zeitloser Musikalität – eine lebendige Zeitreise in eine Epoche voller Rhythmus, Eleganz und Lebensfreude.

2026 - Lindy Hop – Tanzen auf dem Wein- und Käsemarkt
Lindy Hop ist der ursprüngliche Swingtanz aus Harlem, New York. Es handelt sich hauptsächlich um einen Paartanz, bei dem die Freude an der Harmonie, der Austausch von Bewegungen und die Interpretation der Musik im Vordergrund stehen. Ziel ist es, Liebe, Authentizität, gegenseitigen Respekt, den Tanz und seine Musik in die Stadt und in die Herzen der Menschen zu bringen. Entdecken Sie gemeinsam die schwungvollen Rhythmen der 20er und 30er Jahre und feiern Sie das Leben in einer seiner schönsten Formen – der Bewegung. Zusammen mit Lindy Hop Saarbrücken soll die barocke Blieskasteler Altstadt zum Tanzen gebracht werden. Machen Sie mit und erfreuen Sie sich zusätzlich an dem Angebot des Wein- und Käsemarkts.

2026 - Stephan Graf v. Bothmer: NOSFERATU
Mit dem Berliner Live-Filmmusic-Orchestra Nosferatu in der Zweibrücker Festhalle, mit Flügel und dem Berliner Live-Filmmusic-Orchestra! Bothmers Komposition ist die erfolgreichste Musik zu NOSFERATU seit der Stummfilmzeit. Packend und extrem suggestiv: Archetypen werden lebendig und das Publikum wird in den Film hineingesogen. Es erlebt den Film wie von innen heraus! Eine Reise ins Unbewusste, das Land der verborgenen Ängste und Wünsche. "Nosferatu" ist die erste und charismatischste Dracula-Verfilmung der Filmgeschichte. Die bekannte Geschichte des jungen Mannes, der auszog, um ein Haus zu verkaufen und in einen Alptraum gerät. Der Film gehört wohl zu den künstlerisch wertvollsten deutschen Filmproduktionen aller Zeiten. Die poetische Bildsprache, Naturaufnahmen, wie sie vorher noch nie eingesetzt wurden und die sensationelle Darstellung Max Schrecks sorgen zusammen mit von Bothmers Musik für ein geradezu mystisches Erlebnis. [F.W. Murnau, D 1922]Stephan Graf v. Bothmer vertont "Nosferatu – eine Sinfonie des Grauens" schaurig und ergreifend schön. Er verleiht dem Film eine Tiefe, die unerreichbar schien. Seine Musik wurde weltweit über 300 Mal aufgeführt. Sie ist die erfolgreichste Filmmusik zu NOSFERATU seit der Stummfilmzeit. In der Klavier-Version hat Stephan v. Bothmer NOSFERATU zu Ehren Murnaus nachts am Grab des Regisseurs auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf vor über 800 Gästen aufgeführt. Der Pianist und Komponist füllt mit seinen spektakulären „StummfilmKonzerten“ Theater und Konzerthäuser auf fünf Kontinenten. Klassiker, Komödien und Science-Fiction-Filme erstrahlen durch seine Musik in neuem Licht. Das Publikum scheint direkt in die Filme hineingesogen zu werden. Bothmers „StummfilmKonzerte“ sind Shows mit Musik, Vorfilmen und Infotainment – ein Veranstaltungskonzept, mit dem er bisher über 200.000 Gäste begeistert hat: auf dem Schleswig-Holstein-Festival und in der Laeiszhalle Hamburg ebenso wie in Berlin im Admiralspalast, im Wintergarten Varieté und im Berliner Dom, sogar beim Rock-Pop-Festival im Flughafen Tempelhof nach Björk, Blur und den Pet Shop Boys. Seine Kompositionen sind ebenso dramatisch, eine Mischung aus Beethoven und Pink Floyd, wie verspielt, leicht und virtuos, wie Chopin und Ravel.